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Der Chemie-LK12 bei Bayer in Leverkusen

Dank unserer engagierten Chemielehrerin Frau Schüller erhielten wir kurzfristig die Gelegenheit am 6.Juli die Bayer-Werke in Leverkusen zu besuchen.

Zunächst wurden wir von einem kompetenten Betreuer durch das „BayKomm“, das Besucherzentrum des Konzerns, geführt. Mit einer sehr ansprechenden Präsentation wurden uns zunächst Konzernstruktur und Eckdaten erläutert, dann die Geschichte des Konzerns und des Geländes der Bayer-Werke.

Anschließend wurden wir durch nicht minder ansprechende Bereiche geführt, in denen die drei Hauptsparten „CropScience“ (Pflanzenschutz), „HealthCare“ (Pharmazeutika) und „MaterialScience“ (Werkstoffforschung) vorgestellt wurden. Auch das soziale Engagement von Bayer in Entwicklungs- und Schwellenländern wurde uns gezeigt.

Das regionale Engagement Bayers konnten wir sogar hautnah erleben: So war nämlich gerade auch eine Grundschulklasse im Gebäude, die unter fachkundiger Anleitung Einblicke in die Materialwissenschaften erhielt. Auch wir durften dem Mischen von Polyurethankomponenten beiwohnen, wenn sich aus zwei unauffälligen Flüssigkeiten eine große Menge Montageschaum entwickelt. Polyurethane sind übrigens mit einem weltweiten Verbrauch von über 12 Millionen Tonnen eine der erfolgreichsten Entwicklungen der Bayer AG und auch heute noch ein wichtiges Geschäftsfeld der Bayer MaterialScience.

 Der Führung durch das BayKomm schloss sich eine knapp anderthalbstündige Werksrundfahrt im Reisebus an. Der „Chempark“, entstanden aus den Werken der Bayer AG im Zuge der Umstrukturierung des Konzerns 2001, ist mit den Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen der größte Chemiepark Deutschlands. Allein am Standort in Leverkusen sind über 50 Unternehmen und knapp 30.000 Mitarbeiter angesiedelt.

Dementsprechend spannend waren auch die Rundfahrt und die Erläuterungen des Betreuers. Allein die Logistik mit computergesteuerten Hochregallagern, unterirdischen Tunnelsystemen und 20 parallelen Bahngleisen ist beeindruckend – aber auch die Werkssicherheit mit Einlasskontrollen und dutzenden Brandbekämpfungsfahrzeugen. Eher für Erheiterung sorgten Schilder wie „Werksfremde bitte in der Meisterstube melden“ und „Gas-Alarm-Zone – Bei Rot hier halten“. Nach der Rundfahrt auf dem eigentlichen Werksgelände ging es noch einen Kilometer rheinabwärts nach Bürrig, wo  Kläranlagen, Deponien und Verbrennungsanlagen die Abfälle des Werks entgiften und vernichten oder lagern.

Auch wenn wir nicht viel über Chemie gelernt haben – der Besuch war für mich ein voller Erfolg. Bayer hat es geschafft, das Image des „schmutzigen“ Chemiekonzerns abzulegen und präsentiert sich als modernes Unternehmen mit vielen Karrierechancen in Forschung, Entwicklung, Management und Verwaltung – für uns als angehende Abiturienten besonders interessant.

 Clemens Curio, LK 12