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Teilnahme an der Auswahl zur 40. Internationalen Chemie-Olympiade - eine Herausforderung

Nachdem unsere Chemielehrerin Frau von Bülow uns im Mai des vergangenen Jahres auf die 40. Internationale Chemie-Olympiade hingewiesen hatte, versuchten wir einfach mal unser Glück und nahmen aus Spaß an der Chemie teil. In einem Auswahlverfahren werden bei der Olympiade in mehreren Runden die vier Teilnehmer ermittelt, die letztlich die deutsche Mannschaft bei der Internationalen Chemie-Olympiade in Ungarn bilden.

Die erste Auswahlrunde begann im Mai 2007 und bestand aus insgesamt drei Aufgaben mit jeweils mehreren Teilaufgaben. Diese galt es nun zu Hause bis zum September zu lösen. Zur Vorbereitung besuchten wir mehrere interessante, aber wenig auf die Aufgaben bezogene Wochenendseminare an der Kölner und Bonner Universität. Es war auch das Zusammenarbeiten in kleineren Gruppen erlaubt, weshalb wir die Gelegenheit nutzten und durch gemeinsames Recherchieren und Rechnen die Aufgaben zu lösen versuchten. Ende August hatten wir dann alle Aufgaben bearbeitet, und gaben unsere Ergebnisse an Frau von Bülow zur Korrektur. Die korrigierten Aufgaben wurden dann zur Nachkorrektur an das Chemie-Dezernat der Bezirksregierung Köln weitergeleitet.

Unsere Arbeit war nicht vergebens, denn sie bescherte uns den Einzug in die zweite Auswahlrunde. Diese verlief vom Prinzip her genauso wie die erste, nur mit dem Unterschied, dass die Aufgaben schwieriger wurden. Doch wir bekamen Verstärkung: Frau von Bülows Sohn Sören hatte auch die erste Runde überstanden und so bildeten wir nun eine Gruppe mit ihm, um gemeinsam die Aufgaben zu lösen. Des Weiteren bekamen wir Unterstützung vom Chemischen Institut der Universität Bonn. Dies war durch gute Beziehungen zu Herrn Dr. Jörg Daniels möglich, welcher in gutem Kontakt zu Frau von Bülow steht und auch schon bei den traditionellen Berufsstammtischen am KFG vertreten war. Er stellte uns Frau Edeltraud Kamp zur Seite, sowie den Bibliothekar der institutseigenen Bücherei. Beide haben uns engagiert beim Sammeln von Informationen zum Lösen der Aufgaben unterstützt und uns das Suchen in der Bibliothek erleichtert. So hatten wir gute Voraussetzungen, um uns an das Lösen der Aufgaben zu begeben, was sehr viel Recherche-und Denkarbeit erforderte.

Bei so viel Vorarbeit tat dann jeder Teilerfolg bei einer Aufgabe richtig gut. Aufgrund der Komplexität der Aufgaben konnten wir allerdings im gegebenen Zeitrahmen nicht alles lösen. So konnten wir einige Teile richtig lösen und fanden Erklärungen für die uns gestellten Probleme, nachdem wir so manches dicke Uni-Chemiebuch gewälzt hatten. Trotz aller Bemühungen reichten schließlich die von uns nach Kiel zum Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften eingesandten Lösungen nicht für eine Teilnahme an der dritten Runde aus. Dennoch wurden wir jeweils mit zwei Teilnehmerurkunden sowie einem Buchgutschein belohnt. Die größte Auszeichnung ist für uns jedoch, dass wir durch Erreichen der zweiten Runde nun zu Besichtigungen renommierter Forschungseinrichtungen und Unternehmen der chemischen Industrie wie z.B. der Bayer AG, Leverkusen, Evonik (Degussa, Marl), der Kernforschungsanlage Jülich und der Universität Bochum eingeladen sind. 

Obwohl es recht anstrengend und zeitaufwändig war, hat uns die Teilnahme an der Vorauswahl der Internationalen Chemie-Olympiade Spaß gemacht. Auch bei dieser Olympiade zählt der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles“. Denn eigentlich ist jeder ein Gewinner, die größte Belohnung waren für uns die Einblicke und Erfahrungen, die wir sammeln durften. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei den Personen bedanken, die uns die Teilnahme ermöglicht und uns dabei so toll unterstützt haben: Herr Dr. Daniels, Frau Kamp, der Bibliothekar der Bücherei des Chemischen Instituts der Universität Bonn und ganz besonders Frau von Bülow, die uns immer zur Seite stand und auch einige Zeit für uns investiert hat.

Wir können nur jeden interessierten Schüler zur Teilnahme an der Chemie-Olympiade oder ähnlichen Veranstaltungen ermutigen, denn dabei kann man für sich persönlich nur gewinnen, tolle Erfahrungen sammeln, Kontakte knüpfen und sich daran erfreuen, etwas geleistet zu haben.

Markus Pley, Julian Wilke