Das pädagogische Konzept der Erprobungsstufe am Kardinal-Frings-Gymnasium
Übergang und Integration
Das fünfte und sechste Schuljahr haben im schulischen Bildungsgang eine besondere Funktion. In diesem Zeitraum, der sogenannten Erprobungsstufe, sollen die neu aufgenommenen SchülerInnen an die inhaltlichen und methodischen Anforderungen und die Organisation des Gymnasiums behutsam herangeführt werden. Von den Grundlagen, die wir hier legen, werden im weiteren Verlauf der Schuljahre alle SchülerInnen und LehrerInnen profitieren. Das kann nur gelingen, wenn wir den Entwicklungsstand, die Erfahrungen und Vorkenntnisse der neuen SchülerInnen berücksichtigen und eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und der Grundschule suchen.
Hieraus ziehen wir folgende Konsequenzen: Ziel muss der kindgemäße Übergang und die problemlose Integration in die neue Schule sein. Die SchülerInnen kommen aus dem kleinen, überschaubaren System der Grundschule. Der Wechsel in die große fremde Schule ist mit physischen und psychischen Anstrengungen verbunden. Für jeden Schüler gilt es, seinen Platz in der neuen Gemeinschaft zu finden. Hierbei erscheint es wichtig, den Kindern sowohl für die äußere als auch die innere Integration die dafür notwendige Zeit und Zuwendung zu geben. Die Anknüpfung an die Arbeit der Grundschule versuchen wir so zu gestalten, dass Lernfreude und Motivation erhalten und gefördert werden.
Lehrerverteilung
Der Unterricht in der Erprobungsstufe wird auf möglichst wenige Lehrer verteilt um den SchülerInnen eine leichtere Orientierung im Schulalltag zu ermöglichen. Die pädagogischen Erfordernisse finden zudem bei der Auswahl der KlassenlehrerInnen besondere Berücksichtigung. Der Klassenlehrer bzw. die Klassenlehrerin als wichtigste Bezugsperson erhält zur Unterstützung seiner/ihrer Arbeit eine zusätzliche Klassenlehrerstunde.
Zusammensetzung der neu zu bildenden Klassen
Erprobungsstufenkonferenzen
In den Klassen fünf und sechs finden jeweils vier Erprobungsstufenkonferenzen statt, in denen die FachlehrerInnen ausführlich über jeden Schüler beraten. Die Beratungen dienen dazu, Übergangsprobleme zu erkennen, Defizite auszugleichen und Fehlentwicklungen vorzubeugen. Zu einer der ersten Konferenzen werden auch die GrundschullehrerInnen eingeladen um ihnen Gelegenheit zu geben, die Entwicklung ihrer ehemaligen SchülerInnen mit ihrer gestellten Prognose zu vergleichen.
Patenschaftsmodell
Für die neuen Eingangsklassen übernehmen jeweils zwei SchülerInnen aus der neunten oder zehnten Klasse eine Patenschaft. Sie unterstützen den/die KlassenlehrerIn und stehen auch als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüberhinaus organisieren sie auch außerunterrichtliche Aktivitäten. Dieses Engagement hat Vorbildfunktion für die Jüngeren, die so zu sozialem Verhalten motiviert werden.
Die erste Schulwoche
Ansprechpartner: Josef Fuß (StD i.K., Unterstufenkoordinator)
Bilder aus dem Kunstunterricht: Marietheres Hessel (L.´i.A.)















