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Der Traum der Magd

Während alle Bewohner des Dornröschenschlosses schlafen, liegt die Magd in einer Ecke der Küche auf dem Boden und träumt:
Das Fenster geht auf und 15 Hühner fliegen in die Schlossküche. Sie flattern und schnattern so wild, dass die Federn fliegen und man gar nichts mehr sehen kann. Der Koch schreit: „Was soll dieser Unfug? Schnappt die Viecher und kocht sie gar!“ Die Hühner aber antworten: „Wir sind nicht als Essen da. Wir haben gehört, dass die Königstochter heute 15 Jahre alt wird und möchten mit ihr feiern. Wo ist sie denn?“ Das größte Huhn geht auf die Magd zu und fragt: „Bist du die Königstochter?“ Daraufhin überlegt die Magd einen Moment und antwortet dann- wie sie es sich schon immer wünschte-: „Ja, die bin ich.“ Das Huhn ruft seine Freundinnen herbei und sie schleppen einen Korb mit einem Riesen-Ei heran. „Dies ist unser Geburtstagsgeschenk für dich“, sagt das Huhn. Es fährt fort: „Wenn du das Ei zerbrichst, wirst du eine Überraschung erleben. Also bewahre es vorsichtig auf.“ Die Magd freut sich und bedankt sich für das tolle Geschenk. Sie ist so neugierig, dass sie die Überraschung gleich bekommen möchte. Aus der Schublade des Küchenschranks holt sie eine Suppenkelle und schlägt damit auf das Ei. Die Schale zerbricht und ... .
Da erschrickt sie, weil ein lauter Ruf ertönt: „Küchenmagd, warum liegst du auf dem Boden und schläfst? Hast du keine Arbeit? Die Königstochter wartet auf ihr Abendessen!“
Die Magd wacht auf, reibt sich verwundert die Augen und bedauert dann, dass sie das Ende ihres Traumes nun nie erfahren wird.

Carmen Malkmus (Klasse 5b)