Klassenfahrten am KFG
Zwei Städte - das Herz Europas: die 9. Klassen unterwegs in Aachen und Maastricht
Gegen Ende des Schuljahres 2009/10 waren unsere 9. Klassen unterwegs auf Klassen- und Besinnungsfahrt: das letzte große Projekt in der Klassengemeinschaft vor dem großen Schritt in die Oberstufe. Von dem euregionalen Jugendgästehaus in Aachen aus erkundeten sie eine Woche lang Kultur und Natur im Dreiländereck, wobei auch religiöse Aspekte nicht zu kurz kamen.Montag, 5. Juli 2010, viertel vor neun, Bonn Hauptbahnhof. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9d und 9c bevölkern den Bahnsteig und treffen Ihre Klassenlehrerinnen Frau Reiners und Frau Schweigert, mit von der Partie sind auch Herr Richter-Bernburg und Herr Strohmeier. Mädchen überlegen, ob sieben Paar Schuhe auch wirklich genug sind und die Jungs machen sich Sorgen darum, ob es nun wirklich einen Fußballplatz gibt. Allgemeine Verunsicherung der Schüler wird von der überragenden Coolness und Gelassenheit der Lehrer in den Schatten gestellt. Dann ging es auch schon los!
Ab in den Zug - voller Vorfreude und Enthusiasmus! Schließlich erwarten uns die zwei Metropolen Aachen und Maastricht und vier elternfreie Tage - für manch einen eine wahre Erlösung! Die Fahrt wurde mit dem Verzehr von Süßigkeiten überbrückt, was die Fahrt noch (!) kürzer machte. Nach der Ankunft im Aachener Hauptbahnhof ging es für die meisten mit dem Bus zur Jugendherberge, für andere wiederum war dies der Beginn eines großartigen Fußmarsches, wo sie sich schon mal erste Eindrücke von der Aachener Innenstadt verschaffen konnten. Um 12:30 Uhr jedermanns Ankunft, Beziehen der Betten, Genuss der uns dort servierten Kost und dann schwuppdiwupp ging die Führung zum näheren Kennenlernen und Erkunden Aachens los. Dort gab es unter anderem das in Aachen allseits bekannt und beliebte Thermalwasser - für die ganz Mutigen gab es sogar ein Probierschlückchen. Danach hieß es auch schon Freizeit bis 21:00 Uhr zum Austoben in der Stadt und die ganz faulen Socken hatten die Möglichkeit wieder in die Jugendherberge zu fahren. Abends hieß es dann um 23:00 ab in die Zimmer gehuscht und um 0:00 war dann Schlafenszeit, ob dies allerdings eingehalten wurde, bleibt ein Rätsel. Zweiter Tag: Wir wurden bei der Geschäftstelle von Misereor erwartet, um dort etwas über die Grundlagen der Arbeit dieses Hilfswerks der katholischen Kirche zu erfahren. Anliegen von Misereor ist es, mit Hilfe von einheimischen Partnern die Ärmsten der Armen auf der ganzen Welt zu unterstützen. Danach ging es etwas trauriger gestimmt in den Freizeitspaß.
Dritter Tag - das Highlight: es ging nach Maastricht. Eine Führung durch die schöne Metropole der Niederlande, das Austesten der niederländischen Kost und eine Schifffahrt zu den kühlen und bei den dort herrschenden Temperaturen auch angenehmen Grotten, wo unser Führer „natürlich Peter“ hieß, wurden uns dort geboten. Spannung kam auf, als man auf sich allein gestellt war und doch tatsächlich den Weg (ca. 200m) zum Ausgang im Stockdusteren finden musste. Der vierte, letzte und heißeste Tag war angefüllt mit allerlei Führungen und Wanderungen. Wir hatten die Ehre den höchsten Berg (Hügel) der Niederlande zu besteigen, der ganze 322,5 m maß (der ganze Stolz Hollands!). Oben angekommen kam Verwirrung auf, die einen fanden sich in Belgien wieder, die anderen - nur einen Schritt weit entfernt - aber doch in Deutschland. Manche irrten noch in Holland herum. Wir waren auf das sogenannte Drei-Länder-Eck-Phänomen gestoßen, wo uns auch von einem künstlich angelegten, kuchenstückförmigen Land berichtet wurde, das heute (zum Leidwesen aller Fresssüchtigen) nicht mehr existiert. Anschließend war uns die Möglichkeit geboten sowohl belgische als auch holländische Kost zu probieren. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann auch schon zurück, wo man noch einen Blick auf die schöne Natur werfen konnte. Dann begann die informative und höchst interessante Besichtigung der Domschatzkammer und des Aachener Doms. Nachdem der Sarkophag buchstäblich frei war und wir uns die Büste von Karl dem Großen anschauen konnten, von dem nun auch jeder ein Idealbild hat, hatten wir dann doch etwas Freizeit, in der wir allerdings packen mussten und uns schon mal mental von der Jugendherberge verabschieden wollten, denn schließlich hieß es ja am nächsten Tag „Ab nach Bonn“. Als kleines Schmankerl wurde gegrillt, was von lustigen Spielen unterstrichen wurde. Anschließend ging es aber ab auf die Zimmer – wie nach Vorschrift. Am nächsten Tag wurde es endgültig Ernst. Der Abschied stand vor der Tür, alle mit Augenringen bis zu den Kniekehlen. Dieser Anblick lud förmlich dazu ein schnell noch ein Abschiedsfoto zu schießen! Müde wurde die Rückfahrt angetreten und diesmal mit Schlaf überbrückt. In Bonn wurde man von den Armen der Eltern herzlichst in Empfang genommen. Eine sehr gelungene, zusammenschweißende Klassenfahrt !
Text: Jasmin Hemmesi (9c) / Miriam Laux (9d)











