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Labortag 2008 in der „Biofactory Cologne" – ein Exkursionsbericht

Am 15.12.2008 haben wir, die beiden Biologie-LK der Stufe 13, eine Exkursion zum KölnPub gemacht. Der KölnPub ist ein Verein, bei dem die breite Bevölkerung selbst die Techniken und Forschungen der Biowissenschaften in Laboren austesten kann. Da wir im Unterricht gerade das Thema Genetik besprochen hatten, bot es sich für uns an, unser gelerntes Wissen nun auch praktisch anzuwenden.
Nach einer kurzen Zugfahrt nach Köln begann unser Projekt um 9 Uhr. Unsere Laborleiterin begrüßte uns und erklärte uns zunächst einmal die Materialien. Um die Optik zu vervollständigen, durften wir alle einen echten Laborkittel anziehen.
Das Ziel unserer Versuche war es, jeweils zu zweit, Plasmid-DNA aus einer Darmbakterienzelle zu isolieren, sie mithilfe bestimmter Enzyme zu schneiden, ein Stück fremde DNA hineinzusetzen, sie daraufhin wieder zu schneiden und die dadurch entstandenen, unterschiedlich langen DNA-Abschnitte nachzuweisen. Auf diese Weise ist es möglich, bestimmte Abschnitte der DNA zu isolieren.

Unser erstes Experiment dazu bestand darin, die Bakterien-DNA von den übrigen Zellbestandteilen zu trennen. Dazu haben wir zu den sogenannten Pellets neben anderen Stoffen auch Säure hinzugegeben. Anschließend wurde die Probe zentrifugiert, um die DNA und die Zellbestandteile von einander zu trennen. Nach weiterem Pipettieren und Zentrifugieren, wurden die Restriktionsenzyme zu der Bakterien-DNA hinzugefügt. Danach haben wir zu der geschnittenen DNA Fremd-DNA hinzugegeben, um dann den fertigen Plasmid zu erhalten. Um die DNA sichtbar zu machen, haben wir zuerst die sogenannten Elektrophoresekammern vorbereitet. Dazu wird ein Gel aus Agarose gefertigt. Um Kammern für das Einfüllen der DNA entstehen zu lassen, wird ein Slot-Kamm vor Einfüllen des Agarosegels in die Elektrophoresekammen gestellt. Der Kamm wird nach dem Erstarren der Lösung entfernt. Vorab werden die DNA-Proben mit einem Blaumacher eingefärbt.

Nach Einfüllen der Proben in die Taschen, wird die Kammer unter Strom gesetzt. Dabei kann man sehen, dass die DNA-Stücke aufgrund ihrer unterschiedlichen negativen Ladung unterschiedlich weit in Richtung Pluspol wandern. Dabei werden Banden sichtbar, die dann verglichen werden können. Dieser Vorgang dauert einige Zeit, in der wir unsere Mittagspause machen durften.

Nach Vollendung der Elektrophorese haben wir das Gelkissen aus der Kammer genommen und wieder in eine Lösung zum Färben gelegt. Danach haben wir die Gelkissen auf einem Lichtschirm betrachtet, um die Banden optimal sehen zu können. Schließlich wurde von jedem Exemplar ein Foto gemacht, welches die Gruppe behalten konnte.Insgesamt war dieser Tag sehr informativ und interessant. Es war vor allem toll, den Baustein, also die DNA, der Grundlage unserer Lebens ist, einmal so deutlich zu sehen und damit zu arbeiten.
Um diesen beeindruckenden Tag im Sinne eines Kurstreffens ausklingen zu lassen, haben wir ihn mit einem Glühwein auf dem Kölner Weihnachtsmarkt beendet.

Text: Eva Marie Eidam, Lotte Lesch (Abitur 2009)

 

Ergebnisse der Gelelektrophorese

Fotografie des Gelbildes beim Labortag 2008  [Zum Gelbild]