Fachbereiche » Deutsch » Fördern und Fordern » Legasthenie

Legasthenie

Welche Regelungen gelten für Schüler mit Legasthenie?

Bei entsprechendem Nachweis von Lese- und Rechtschreibschwächen kann bis ins 6. Schuljahr von einer regulären Benotung der Klassenarbeit (insbesondere der Diktate) abgesehen werden und stattdessen eine Bemerkung, „die den Lernstand aufzeigt und zur Weiterarbeit ermutigt“ (vgl. den Legasthenie-Erlass an Schulen in NRW; Zitate im folgenden sind ebenfalls diesem Erlass entnommen), abgegeben werden:
„Die Rechtschreibleistungen werden nicht in die Beurteilung der schriftlichen Übungen im Fach Deutsch einbezogen.“
Im Einzelfall kann der Lehrer auch eine andere Aufgabe stellen oder mehr Zeit einräumen.
Nur in besonders begründeten Einzelfällen gilt dies auch noch in den Schuljahren 7 bis 10.

Bis spätestens zum 7. Schuljahr sollte die Leseleistung und die Rechtschreibung so gesichert sein, dass der Schüler gut mitkommt, da diese Grundfertigkeiten vermehrt auch in anderen Fächern abverlangt werden (nun auch in Lateinisch und in weiteren Nebenfächern). 

Bei der Bildung der Zeugnisnote im Fach Deutsch ist der Anteil des Rechtschreibens „zurückhaltend zu gewichten“. Ein zusätzlicher Eintrag in der Rubrik ’Bemerkungen’ kann erfolgen. Bei Entscheidungen über die Versetzung oder die Vergabe von Abschlüssen dürfen die Leistungen im Lesen und Schreiben nicht den Ausschlag geben. 

Wo bekommen Sie professionelle Hilfe?

Eine professionelle Diagnose und gezielte Förderung in einem entsprechenden Institut ist erforderlich. Sie haben die Auswahl unter folgenden Instituten:

  • “Schülerhilfe“ [in jeder größeren Stadt zu finden], 
  • “Institut für Legasthenie- und Lerntherapie (ILT) Bonn“ [Tel.Nr.: 0228/ 658687] mit den Experten Uwe Findeisen, Andrea Hanke und Gisela Melenk 
  • “Lehrinstitut für Orthographie und Schreibtechnik (LOS)“ [Tel.-Nr.: 0228/ 669945] in Bonn, Bad Godesberg oder Siegburg, 
  • “Pädagogisch-Therapeutische Einrichtung (PTE) für Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche, Aufmerksamkeitsstörung“ mit dem Leiter Thomas Jesumann in Bonn-Endenich [Tel.-Nr.: 0228/ 6199870] 
  • “Praxis für Integrative Lerntherapie“ [Tel.-Nr.: 0228/ 9765686] mit der Ansprechpartnerin Gisela Nett, Mutter eines Schülers an unserer Schule.  

Bitte überprüfen Sie selbst, ob das Verhältnis von Effizienz und Kosten stimmt!