Schulleben am KFG » Arbeitsgemeinschaften und Projekte » Musik » Musik-Berichte

Musik-Berichte

Weihnachtskonzert 2012

KFG Orchester im Karneval

Weiberfastnacht in Beuel: das symphonische Blasorchester des KFG schlüpft in Clownkostüme, jeder eine Melone auf dem Kopf, Instrument im Arm, und trifft sich mit den anderen Gruppen des Zugs auf dem Gelände der ehemaligen Jute-Fabrik. Dort werden die Bläser und Schlagzeuger in zwei „Kapellen“ eingeteilt, die die Karnevalisten in und am Zugweg mit schwungvollen Karnevalsliedern in Stimmung bringen sollen. Für die Jüngsten gar nicht so einfach: „marschieren“, auf die Noten schauen, nach vorn schauen, spielen, auf die eigene Reihe achten, auf den Takt achten …… Die meisten Musiker des KFG sind zum Glück schon „alte Hasen“ in dem Geschäft: sie haben Übung, kennen fast alle Stücke – auch ihre Stimmen – auswendig und können dabei noch links und rechts des Wegs Bekannten zuwinken. Und so haben die Musiker nicht nur in Beuel, sondern auch beim großen Rosenmontagszug in Bonn, das KFG wieder bestens der Öffentlichkeit präsentiert.

Text: Andrea Honecker, Fotos: privat

„Blow and snow“

KFG-Musiker im Schnee: die Probentage "Blow and Snow"

Zum Halbjahrswechsel verbrachten die Musikerinnen und Musiker des großen Blasorchesters und des Kammerorchesters, einer langjährigen und sehr geschätzten Tradition folgend, eine Woche  im verschneiten Tirol. Skifahren und und natürlich viel Musik stehen  auf dem Programm dieser Probentage:

Samstag, 31. Januar 2010, 7.00 Uhr morgens auf dem Lehrerparkplatz des KFG: über 60 Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, einige Ehemalige  und  vier Lehrer beginnen, mindestens doppelt so viele Gepäckstücke in den Reisebus zu verladen. Das Blasorchester und das Kammerorchester brechen gemeinsam zu ihrer jährlichen Ski- und Probenwoche in Tulfes in Tirol auf. Neben warmer Kleidung und Skiausrüstungen müssen deshalb unter anderem Posaunen, Trompeten, Geigen, Schlagzeuge und ein elektronisches Klavier verladen werden. Erstaunlich schnell findet alles Platz in den Gepäckräumen und wir machen uns auf den Weg durch das verschneite Deutschland Richtung Süden. Schon am Abend können wir im Gasthof „Tyrol“, der die Orchester seit über 15 Jahren beherbergt, das leckere Abendessen genießen.

Mit Spannung wird der nächste Tag erwartet: Mit dem Sessellift hinauf ins Skigebiet. Wie wird der Schnee dort sein, wie die Sicht? Oben angekommen können wir uns freuen: schönes Wetter von oben, wenn auch bei minus 10 Grad, griffiger Schnee unter uns. Nachdem alle Teilnehmer in Gruppen gemäß ihres Fahrkönnens eingeteilt wurden, kann es losgehen. Mittags auf der Hütte treffen sich die Gruppen wieder: fröhlich tauschen die Jugendlichen ihre Erlebnisse aus und planen für den späten Nachmittag und den Abend.

Nach dem Abendessen geht es jedoch erst einmal für zwei Stunden in die hauseigene Disko: Nicht zum Tanzen, nein, selbst-musizieren ist angesagt. Jedes Orchester probt eine gute Stunde an neuen Stücken, die dann in einigen Monaten bei den Konzerten zu hören sein werden. Auch Karnevalslieder klingen ins Tiroler Dorf: Schließlich wird das Blasorchester nach seiner Rückkehr das KFG wieder bei mehreren großen Zügen vertreten. Am letzten Probenabend werden Robert, der Skiverleiher, und Familie Vogt dazu gebeten: ganz gerührt lassen sie sich das Tiroler Lied vorspielen, und Petra, die uns sonst das Essen serviert, darf einmal „Viva Colonia“ dirigieren: Ein Dank an unsere netten und toleranten Gastgeber.

Nach einer Woche voller Sonnenschein, frischer Bergluft und Musik müssen wir dann wieder heimwärts aufbrechen.  Doch man sieht sich ja bald wieder: nur, wer regelmäßig zur Probe kommt, kann auf die Tulfes-Fahrt im nächsten Jahr hoffen. Und schon im Mai werden alle Orchester die Besucher wieder mit dem großen Muttertagskonzert erfreuen:  Man wird dann wieder hören, dass hier nicht hundert „Einzelkämpfer“ auf der Bühne sitzen, sondern eine gewachsene Gemeinschaft, und dazu hat die Woche in Tulfes wieder wesentlich beigetragen.

Text: Andrea Honecker, Fotos: privat