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Presse-Archiv: Armenienprojekt am KFG

Beueler Kardinal-Frings-Schüler rennen für den guten Zweck

Bonn-Beuel-Limperich (aff) - Mehr als 500 Schüler der Jahrgangsstufen sechs bis neun zogen Samstagmorgen für einen guten Zweck ihre Sportschuhe an, um beim 8. Sponsorenlauf des Kardinal-Frings-Gymnasiums (KFG) an den Start zu gehen.

"Armenien - laufend helfen" lautete das Motto der Veranstaltung, bei der zum ersten Mal in einem eigenen Zeitlaufwettbewerb über 4,1 oder 8,2 Kilometer nicht nur Schüler, sondern auch Gäste antreten durften. "Seit 2002 unterstützt die Schule im Rahmen unseres Armenienprojektes den Aufbau armenischer Dorfschulen und Waisenhäuser", erklärt Pressesprecherin Gabriele Kessel.

Insgesamt 146 327,79 Euro habe man bisher für den guten Zweck sammeln können. "Mit den Spenden wurden Sanitäranlagen, Heizungen, Dachsanierungen und eine komplette Sporthalle bezahlt", erzählt Kessel. 1 300 Waisenkinder hätten bisher mit Winterkleidung versorgt, Schulen mit neuen Medien ausgestattet werden können, sagt die Pressesprecherin.

Neben dem Engagement in Armenien setzten sich die Schüler seit dem schweren Erdbeben in Haiti auch für den Wiederaufbau des Inselstaates ein. "Im Frühjahr hat die Schulgemeinde 11 000 Euro für haitianische Schüler gesammelt", so Kessel.

"Erst in den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie viel Geld die Schüler erlaufen konnten." Jeder Starter suchte sich im Vorfeld einen Sponsoren, der für jede gelaufene Runde einen festen Betrag spendet. Mit abgestempelten Laufkarten werden sie in den kommenden Tagen die Gelder einsammeln.

"Es wäre toll, wenn wir einen fünfstelligen Betrag zusammenbekommen", sagt Kessel. Unterstützt wurden die jüngeren Schülern von Abiturienten, die mit einem Buffet für das leibliche Wohl der Läufer und Besucher sorgten.

Der Laufsport nimmt am KFG mittlerweile eine bedeutende Rolle ein. "Immer mehr Schüler begeistern sich dafür, so gründeten wir auch eine Lauf-AG, die sich erfolgreich bei regionalen Wettbewerben behaupten konnte", sagt sie. Jüngster Triumph der Gruppe war der Sieg der Schülerstaffeln des Rhein-Energie-Marathons, für den die Sportler in einem Festakt im Anschluss an den Spendenlauf ausgezeichnet wurden.

General-Anzeiger Bonn vom 27.09.2010 berichtet: [General-Anzeiger online]

Text von Frank Auffenberg, Fotos: Jo

Das Wenige noch geteilt. Kardinal-Frings-Gymnasium und armenische Schüler engagieren sich für Haiti.

Beinarbeit zugunsten armenischer Schulen - Beim Minimarathonlauf des Kardinal-Frings-Gymnasiums gingen mehr als 1000 Teilnehmer an den Start

Beuel-Limperich. (per) "War ganz schön anstrengend, aber für die gute Sache habe ich das gern gemacht", kommentiert - noch ganz aus der Puste - der zehnjährige Nils Harrenberger seine erste Runde. Er macht eine Pause, trinkt etwas und bereitet sich auf seinen zweiten Lauf vor.

Der Fünftklässler des Kardinal-Frings-Gymnasiums (KFG) ist einer von mehr als 1 000 Teilnehmern des achten KFG-Minimarathonlaufs, zu dem das Gymnasium für Samstag eingeladen hatte. Punkt 9 Uhr gab Schulleiter Bernhard Hillen den Startschuss für die Zeitläufer, die Minimarathonis starteten nicht ganz eine Stunde später.

Hillen hatte das sportliche Großereignis auf dem Sportgelände seiner Schule an der Rudolf-Hahn-Straße unter das Motto "Gemeinsam laufend helfen" gestellt. "Den erlösten Betrag, den wir aus den großzügigen Spenden unserer Sponsoren erzielen, werden wir auf direktem Weg unseren Schulprojekten in Armenien zukommen lassen", sagte der Schulleiter.

Der Minimarathon sei Ausdruck des religiösen und sozialen Profils der Schule, erklärte Hillen, "und für dieses Profil steht insbesondere unser Armenien-Hilfsprojekt, dem wir zwischen 2002 und 2008 bereits mehr als 126 000 Euro zuwenden konnten".

Der Zeitlauf erstreckte sich über eine Distanz von vier Kilometern entlang des Rheinufers in Beuel-Süd. Sieger und schnellster Schüler wurde Abiturient Robert Ossendorf. Als schnellste Schülerin gewann Louisa Guse, Jahrgangsstufe acht, den Zeitlauf.

An dem Minimarathonlauf über eine Strecke von 3,8 Kilometern vom Sportgelände bis zur Südbrücke und zurück beteiligten sich nach Angaben von Gabriele Kessel, Pressebeauftragte der Schule, Schüler, Eltern und Lehrer. "Das Engagement der Unterstufler ist ganz ausgezeichnet", sagte Gabriele Kessel. "Unsere Oberstufenschüler beteiligen sich ebenfalls sehr rege, sie nehmen aber auch Aufgaben wie Einweisung, Streckensicherung, Kontrolle und Einschreibung wahr."

Mit rund 15 000 Euro Erlös rechnet Sport- und Biologielehrer Markus Isajiw. "Mit Hilfe der armenischen Caritas können wir das Geld auf direktem Weg unseren Schulprojekten zuwenden", sagte Isajiw weiter.

"Wir unterstützen nicht nur zahlreiche Dorfschulen, sondern auch Landwirtschaftsschulen, Waisenheime, Notunterkünfte und in Not geratene Familien." Auch wolle das KFG fünf armenische Schüler mit guten Deutschkenntnissen zu einem dreiwöchigen Sprachaufenthalt nach Bonn einladen, um unter anderem in der Schule am Unterricht teilzunehmen.

Als Rahmenprogramm des Minimarathons 2009 bot das KFG in seiner Turnhalle "Spiel und Spaß für Geschwisterkinder" mit Sportlehrer Stefan Schieb. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der schuleigenen Band "Lemon Dust".

Artikel vom 28.09.2009 im General-Anzeiger Bonn: [General-Anzeiger online]

Text von René Péruche, Foto: Max Malsch