Prinz Tristan und das Geheimnis der sprechenden Stimmen
Es war einmal vor langer Zeit, da lebte ein schöner, reicher Prinz. Er hieß Tristan. Tristan lebte in einem großen Schloss mit einem Turm oben drauf. In den Turm hatte sich schon lange keiner mehr gewagt, denn man sagte, dass dort eine böse Hexe hauste.
Eines Tages als Prinz Tristan alleine war, wollte er das Schloss erkunden. Er kam in den großen, goldenen Speisesaal, in die Küche, in ein altes Gefängnis und in den Raum seiner Eltern. Als Tristan gerade wieder in sein Zimmer wollte um zu lesen, hörte er eine Stimme flüstern. Tristan erschrak und lief schneller. Ihm rann der kalte Schweiß die Wangen herunter. Und wieder diese Stimme, aber jetzt verstand er sie. Die Stimme flüsterte: „Komm, Tristan, komm!“ Tristan wollte schreien, rennen, aber die Stimme verzauberte ihn. Das Flüstern zog ihn mit sich in den Turm. Die Turmtür knarrte und mit einem Ruck saß Tristan in einem finsteren Zimmer, das nur ein kleines Fenster hatte. Vor ihm stand eine magere Hexe. Sie sagte leise: „Willkommen in meinem Zimmer. Schön, dass Du auch gekommen bist.“ Tristan murmelte etwas, aber man konnte es nicht verstehen. Der Raum war ziemlich leer: ein paar Flaschen und Bücher und in der Mitte ein alter Kessel. Doch da in der Ecke, da stand ein Stuhl mit einem gefesselten Mädchen. Die Hexe rief: „Hahahaha, wie lange habe ich auf den Tag gewartet, wie lange, und ihr seid meine Gäste. Hahahaha.“ Was hat die Alte mit mir und dem Mädchen vor, dachte Tristan. Die Hexe holte ein altes, zerfallenes Buch hervor, dann rief sie: „Drachenfuß und eins, zwei, drei, komm herbei!“ Und plötzlich stand ein großer Drache vor ihnen. Er war grün mit roten Zacken und einem sehr, sehr großem Schwanz. Die Hexe verließ den Raum mit den Worten: „Viel Spaß mit Hugo!“ Sofort lief Tristan zu dem Mädchen und fragte sie, ob es ihr gut gehe. Doch da fauchte der Drache: „Nein, kein Kontakt!“ Dann sah Tristan seinen alten Kinderteppich auf dem Boden. Er wusste, dass man mit ihm zaubern konnte. Irgendwie musste er an dem Drachen vorbei. Da fiel ihm ein, wie goldsüchtig Drachen waren. Er warf dem Drachen seinen goldenen Ring zu. Hugo, der Drache, drehte sich um und haute mit seinem Schwanz ein Loch in den Raum. Jetzt musste es schnell gehen. Also rannte Tristan zu dem Mädchen und entfesselte es. Dann ging er zum Teppich und sprach: „Gogogo.“ Es machte klack. Der Teppich flog mit den beiden aus dem Loch. Hugo war so wütend, dass er Feuer spuckte Der Turm krachte in sich zusammen und die Hexe und Hugo waren für immer begraben. Tristan hingegen lebte glücklich bis an sein Lebensende.
Christoph Both (Klasse 5d)










