Qualitätssicherung / -überprüfung
Die Lernstanderhebungen überprüfen die von den Schülern zu Beginn/ Mitte der Klasse 8 (bisher Klasse 9) erreichten Kompetenzen in Teilbereichen der Hauptfächer. Ihr Ziel ist es, mögliche Lücken an Kompetenzen aufzuspüren, damit diese bis zum Ende der Sekundarstufe I, d.h. bis zur Abschlussprüfung am Ende von Jahrgangsstufe 10, aufgearbeitet werden können. Ferner dienen sie dem standardisierten Vergleich von Schülerleistungen innerhalb eines Faches landesweit und z.T. schulformübergreifend. Für die Realschulen, die E-Kurse an Gesamtschulen und Gymnasien ist die Testversion B entworfen worden (Textgrundlage ist für alle gleich, die Aufgabenstellungen differieren allerdings.)
Aufgrund dieser statistischen Zielvorgabe unterscheiden sich die Aufgaben zum Teil von vertrauten Aufgabentypen für Klassenarbeiten. Sie enthalten Multiple-Choice-Fragen, geschlossene, halboffen sowie offene Aufgabenstellungen in unterschiedlichen Anforderungsbereichen, die eine eindeutige Auswertung (richtig/ falsch bzw. verschiedene Lösungsstufen A-D) anhand klar definierter Kriterien ermöglichen. Komplexere und integrative Aufgabenstellungen, die man sonst für den Deutschunterricht als wünschenswert ansieht, können für die Lernstandserhebungen nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden (s. Kritik der Fachschaft Deutsch an den LSE, wie unter "Profil" auf der Internetseite des Faches Deutsch ausgeführt).
Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, müssen die Schüler hinreichend viele unterschiedliche Aufgaben bearbeiten. Um zudem das Leistungsniveau der Schüler in einem breiten Spektrum zu erfassen, werden auch gezielt Aufgaben gestellt, die sich bewusst an die Leistungsspitze wenden und gegebenenfalls über die bereits im Unterricht behandelten Inhalte hinausgehen, sodass diese nur einige Schüler werden lösen können.
Die Teilnahme ist für alle Schüler an Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien verpflichtend, damit das Gesamtbild der Lernstandserhebung und das Verhältnis der Einzelleistung zum Durchschnitt aussagekräftig ist.
Man sollte diese Erhebung einerseits nicht überbewerten, da ein Großteil der Daten dem schulinternen und landesbezogenen Gebrauch dienen, andererseits sollte man sie aber auch ernst nehmen und sich so anstrengen, um für einen selbst die bestmöglichen Ergebnisse in den drei Hauptfächern zu erzielen.
In den ersten beiden Lernstandserhebungen hat unsere Schule trotz mitunter recht kurzen Einübungsphasen durchschnittliche bis überdurchschnittliche Ergebnisse in Deutsch erbracht Dies gilt sowohl für den landesweiten als auch den standortbezogenen, erst recht im schulformbezogenen Vergleich.
Des Weiteren sollte man die ungewohnten Aufgabenformate im Fach Deutsch nicht unterschätzen. Ein genaues Lesen der Aufgabenstellung und treffsicheres Antworten ist für den ersten Teil anzuraten. Die Bewertungsform für den Aufsatz (Teil II) ist so neu nicht.
Allgemeine Informationen zu Unterrichtsentwicklung und Standardsicherung in Nordrhein-Westfalen finden Sie unter der Internetadresse www.standardsicherung.nrw.de .










