Katholische Religionslehre am KFG
Herzlich willkommen auf der Internetseite des Fachbereiches Katholische Religionslehre am KFG!
Hier finden Sie Informationen zu ausgewählten Unterrichtsprojekten und Exkursionen sowie Hinweise zu den Unterrichtsinhalten und Lehrplänen im FB Katholische Religionslehre.
Projekte und Exkursionen im Fachbereich Katholische Religionslehre:
Zeitzeugin erneut zu Besuch am KFG
„Die kommt aber jünger rüber“, da waren sich die Kinder der Klasse 7c einig. In bewegender Weise hatte ihnen die mittlerweile 91-jährige, die – so ihre eigenen Worte - als „Beueler Mädchen“ geboren wurde, zwei Unterrichtsstunden lang aus ihrem wechselvollen Leben erzählt. ... weiter zum Bericht
„Christus an Rhein und Ruhr“ - eine Religionsstunde im August-Macke-Haus
Lernen kann auch heißen: sehen lernen. Diese Erfahrung machten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 bei einem Museumsbesuch mit ihrem Grundkurs Religion unter Leitung von Frau Schweigert. Dabei hieß es sich einzulassen auf eine vielschichtige Auseinandersetzung mit religiösen Fragen und Glaubensaussagen in der Sprache der bildenden Kunst.
Stationen des Lebens
21.September 2009 - Schülerinnen und Schüler der 7. und 9. Klassen des Kardinal-Frings-Gymnasiums lernen in der St. Franziskus-Kirche
In einem Kooperationsprojekt luden die Fachstelle für Jugendpastoral und das Katholische Schulreferat eine Woche lang Bonner Schülerinnen und Schüler in den Bonner Norden ein. Eine ansprechende und aktivierende Mitmach-Ausstellung eröffnete für die Jugendlichen die Möglichkeit, das eigene Leben in eine Wechselbeziehung zum Glaubensleben treten zu lassen. In der vor einigen Jahren völlig neu als Communio-Raum gestalteten St. Franziskus-Kirche hat die Jugendseelsorge eine Heimat gefunden: regelmäßig finden hier Gottesdienste und Veranstaltungen statt, die sich speziell an die Jugendlichen in unserer Stadt wenden.
Am 1.9.09 folgten der katholische Religionskurs der Klasse 7 unter Leitung von Herrn Schmitt und danach ein Kurs aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 9c und 9d mit ihrer Religionslehrerin Frau Schweigert gerne der Einladung und ließen sich intensiv auf die Thematik ein.
Der Erfahrungsbericht von Lukas Slaviček aus der Klasse 9c vermittelt davon einen Eindruck: [... zum Bericht]
Margot Barnard, geboren am 24.12.1919 in Beuel: eine jüdische Zeitzeugin erzählt aus ihrem bewegten Leben
Am 25.3.09 war, wie schon oft in den vergangenen Jahren, Margot Barnard aus London zu Gast im Kardinal- Frings-Gymnasium. Diesmal sprach sie zu den gebannt zuhörenden Schülerinnen und Schülern der Klasse 8c und ihren Klassenlehrern Frau Schweigert und Herrn Richter-Bernburg.
„Drei mal geboren“ - so formuliert es Frau Barnard manchmal, wenn sie auf ihr langes Leben zurückblickt. Auf die Welt gekommen 1919 in der Beueler Neustraße als Tochter der jüdischen Familie Kober. Schon ihre Mutter war ein „Beueler Mädchen“ - und auch sie nennt sich bis heute gerne so. Zum zweiten Mal geboren 1936, als es ihr nach langem Ringen gelang, als Jugendliche ohne ihre Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Palästina auszuwandern und so dem Naziterror zu entkommen. Und schließlich 1945: Kurz vor Kriegsende heiratete sie in Kairo den Engländer Ted Barnard und begann in England wieder ein neues Leben, bald mit zwei Söhnen. Der Beruf ihre Ehemannes führte die Familie an verschiedene Orte in Europa und Afrika. Heute lebt die fast 90.Jährige in London, der Stadt, die ihr zu einer neuen Heimat geworden ist.
Seit langer Zeit reist sie mehrmals im Jahr in ihre Geburtsstadt am Rhein und sucht dort das Gespräch mit Schülerinnen und Schülern. Was treibt sie dazu, sich diese Anstrengung immer noch zuzumuten? Sie nennt es ihre „Mission“: jungen Deutschen von heute aus ihrem Leben zu erzählen und so die Erinnerung an das Vergangene lebendig zu halten. Dabei geht es ihr um Versöhnung. Und sie will den Blick der Jugendlichen schärfen und sie zu kritischer Wachsamkeit ermutigen.
Ihre Lebenserinnerungen hat sie in den vergangenen Jahren auch in Buchform niedergelegt. Unter dem Titel „Ich sehe Dich nie wieder“ werden sie in Kürze im Bouvier-Verlag erscheinen und während einer Veranstaltung im Alten Rathaus im Beisein der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Wider das Vergessen
Am 27.1.2009 erinnern die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c in einer Gedenkstunde im Alten Rathaus an ermordete Bonner Kinder
„Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“ 1996 hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Historischer Hintergrund ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. 2005 erklärte auch die UNO-Vollversammlung diesen Tag zum Holocaust-Gedenktag.
In Bonn wird seid vielen Jahren dieser Tag im Gobelin-Saal des Alten Rathauses mit einer Gedenkstunde begangen. Auch in diesem Jahr hat die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Frau Bärbel Dieckmann, zusammen mit der Bonner Initiative zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus eingeladen. Im Jahr 2009 wurde der Blick besonders auf die ermordeten Bonner Kinder und Jugendlichen gerichtet.
Nach einer musikalischen Eröffnung begrüßte die Oberbürgermeisterin die geladenen Gäste und beschwor mit eindringlichen Worten die Unverzichtbarkeit des Erinnerns. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c des Kardinal-Frings-Gymnasiums hatten die verantwortungsvolle Aufgabe und die Ehre, bei der weiteren Gestaltung der Gedenkstunde mitzuwirken. Die ganze Klasse, 28 junge Bonnerinnen und Bonner, saßen im voll besetzten Gobelinsaal, verteilt mitten unter den Erwachsenen. Als sie sich alle gemeinsam erhoben, um durch Verlesen einer langen Reihe von Namen an die Ermordeten zu erinnern, wurde erschütternd deutlich: Kinder und Jugendliche ihres Alters, aber auch noch viel jüngere, wurden in der Zeit des Nazi-Terrors gnadenlos aus Bonn, aus unserer Mitte vertrieben und in den Tod geschickt. Sie durften hier nicht mehr leben, das Recht auf Leben überhaupt wurde ihnen abgesprochen, weil sie jüdische Kinder, weil sie Sinti-Kinder, weil sie behinderte und kranke Kinder waren. Name, Geburtsort, Alter, Ort der Ermordung - in diesen schlichten Worten aus dem Mund der Schülerinnen und Schüler standen die vielen Schicksale auf bewegende Weise im Raum. Die Jugendlichen erhoben ihre Stimme gegen das Vergessen und zur stellvertretenden Erinnerung an einige der Vielen, deren Leben zerstört wurde, kaum dass es begonnen hatte. So ehrten sie die Ermordeten - und mahnten uns und ihre eigene Generation zur Wachsamkeit.
Lesen Sie hierzu auch den Artikel im General-Anzeiger vom 28.01.2009: [General-Anzeiger online]
















