Stationen des Lebens
Am Dienstag, den 01. September 2009 war es soweit.
Der Religionskurs der Klassen 9c und 9d unter der Leitung von Frau Schweigert besichtigte die Sankt Franziskus-Kirche in der Adolfstraße im Bonner Norden. Der Grund des Besuches war die Mitmach-Ausstellung zum Thema „Stationen des Lebens“.
Herr Tennié und Herr Siemes, die die verschiedenen Stationen gestaltet hatten, zeigten uns zuerst den Aufbau und das Besondere der Kirche. Die Stuhlreihen sind in einem Oval aufgebaut, in dessen Mitte der Altar und etwas weiter vorne ein Ambo stehen. Der Stil der Kirche ist sehr schlicht und elegant gehalten, außer den farbigen Fenstern gibt es keine weitere Dekoration.
Die Ausstellung war in drei Bereiche unterteilt: Geburt/Taufe, Mahl/Beziehung und Auferstehung/Tod. Die Station Taufe bestand aus dem Taufbecken, das aber nicht mit Weihwasser, sondern mit bunten Zetteln gefüllt, auf denen ein Satzanfang stand, den man selbstständig fortführen kann. Nach Beenden dieser Aufgabe durfte man sich eine durchsichtige Perle aus dem Becken nehmen.
Ging man nun weiter vor, kam man zum Altar, vor dem ein rotes Tuch lag.
Dieses bestand aus einem sogenannten Drachenstoff, einem besonders reißfesten Gummi-Material. Zwischen fünf und fünfzehn Menschen passen dort hinein. In der sogenannten „Gummizelle“ lernte man sehr gut die Gemeinschaft kennen, man musste sich aufeinander verlassen können. Brach einer die Spannung, so wurden zwei andere Mitschüler vom Gummi in die Mitte gedrückt. Sehr gut konnte man feststellen, dass alle Schülerinnen und Schüler gut mitgemacht haben und es allen sichtlich Spaß gemacht hat.
Um zur dritten Station zu gelangen, konnte man nicht geradeaus weitergehen, sondern musste plötzlich die Richtung wechseln und scharf nach rechts abbiegen. Dies ist so aufgebaut, wie im wahren Leben auch: das Leben erhält einen Knick, der Tod verändert das Leben. Man geht nicht weiter, sondern der bisher gegangene Weg hört auf.
Die Station Tod/Auferstehung bestand aus einem hölzernen Kreuz, an das man seine auf einen Zettel geschriebenen Sorgen anprangern sollte. Daneben lagen runde Blätter; diese sollten mit unseren Hoffnungen beschrieben werden und auf ein Seidentuch gelegt werden.
Am Ende unseres anderthalb-stündigen Aufenthaltes kam die Frage auf: Was war überhaupt das Ziel dieser Mitmach-Aufstellung? Diese Frage wurde mit dem Satz „Das eigene Leben soll in eine Beziehung mit dem Glaubensleben treten!“ beantwortet.
Zum Abschluss möchte ich feststellen, dass wir alle viel zum Thema Glauben gelernt haben und wir uns freuen würden, in diesem außergewöhnlichen Raum auch einmal gemeinsam einen Gottesdienst feiern zu können.
Text: Lukas Slaviček – Klasse 9c











