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Verfahren zur Textüberarbeitung/ -verbesserung

Aus den operationalen linguistischen Verfahren ist eine Textüberarbeitungsroutine mit dem Namen ESAU-Verfahren abgeleitet worden.

ESAU-Verfahren meint Ergänzen, Streichen, Austauschen und Umstellen.

Nicht nur bei Schreibanfängern hat sich dieses Verfahren bewährt, sondern Schreibprofis verwenden diese vier Schritte Allgemeinen ebenfalls.
Diese vier Schritte können natürlich in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden.
Sie beziehen sich auf die vier Hauptprobleme von Texten
(im Rahmen der Reflexion über Sprache):

  • fehlende Worte, Satzglieder, Gliedsätze, Gedanken und Abschnitte:
    Ergänzen (erweitern, hinzufügen, ausbauen) 
  • überflüssige Worte, Satzglieder, Gliedsätze, Sätze, Gedanken und Abschnitte: 
    Streichen (weglassen, tilgen) 
  • unpassende Worte, Satzglieder, Gliedsätze, Gedanken und Abschnitte:
    Austauschen (an die Stelle etwas anderes setzen) 
  • unstimmige Reihenfolge der Worte, Satzglieder, Gliedsätze, Gedanken und Textabschnitte: 
    Umstellen (verschieben)


Neben diesen Grundverfahren gibt es die völlige 
Neukonstruktion/ Umformulierung von misslungenen Abschnitten 
bei manchen Sprachunfälle, die einen irreparablen „Totalschaden“ verursachen.

Hilfreich und meistens nützlich ist auch der allgemeine Tipp, 
den eintönigen Satz mit einer Umstandsbestimmung (Wie-Information)
zu beginnen bzw. diese zu ergänzen.  

Hinsichtlich des zunehmend bewussten Textaufbaus kann die Verpflichtung Wunder wirken, 
Leerzeilen einzufügen bzw. diese durch eine entsprechende Markierung am Rand zu fordern, wenn ein neuer Anschnitt bzw. Gedanke beginnt.


Ausdrücklich sollen auch 
verbale Hinweise am Rand gegeben werden (wie bei den Deutschlehrerinnen und -lehrern) 
Solche Formulierungen, die Verbesserungen anregen, sind beispielsweise: 
Wie geht das? Verstehe ich nicht! Sag mal genauer! Kann gar nicht sein! Stark!
Besser wäre … Was hast du da gedacht? …

Um „Verschlimmbesserungen“ zu vermeiden, gilt deshalb für alle Veränderungen der abschließende Verfahrensschritt: 
Prüfen
ob der potentielle Leser nun den Text besser verstehen kann; 
Leitfrage: „Passt es jetzt besser?“ am Schluss jeder Arbeit