Zeitzeugin zu Besuch am KFG
„Die kommt aber jünger rüber“, da waren sich die Kinder der Klasse 7c einig. In bewegender Weise hatte ihnen die mittlerweile 91-jährige Margot Barnard aus London, die – so ihre eigenen Worte - als „Beueler Mädchen“ geboren wurde, zwei Unterrichtsstunden lang aus ihrem wechselvollen Leben erzählt. Wie es damals war, Jüdin in Deutschland zu sein und irgendwann nicht mehr dazu zu gehören. Und wie schlimm es war, 1936 ohne die Familie Deutschland Richtung Palästina zu verlassen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren aber auch, warum sie seit 1955 wieder regelmäßig nach Deutschland reist: „Ihr seid nicht schuld an dem, was damals passiert ist. Doch ihr sollt es wissen und verstehen, damit es nicht noch einmal geschieht.“ Bei seiner Begrüßung wies Herr Möhring, der stellvertretende Schulleiter, darauf hin, wie wichtig es für die jetzt aufwachsenden jungen Menschen ist, Zeitzeugen zu erleben und sie befragen zu dürfen. Von diesem Angebot machten die Kinder, die sich mit ihrer Klassenlehrerin, Frau Schweigert, auf den Besuch vorbereitet hatten, gerne Gebrauch. Sie wurden durch die lebendige Art beschenkt, mit der Frau Barnard sie an ihrem Schicksal teilnehmen ließ.
Text: Schweigert












